„Kannst du bis morgen früh die Aktionspreise auf der Seite haben?“ – Bei einer Kundenseite, deren Theme du kennst und deren Deploy-Pipeline du gebaut hast, ist das machbar. Bei der Seite, die vor drei Jahren jemand anderes gebaut hat, ist es ein halber Tag mit ungewissem Ausgang.
Warum Preisänderungen teurer sind, als sie aussehen
Ein Preis steht selten an einer Stelle. Er steht auf der Startseite, in der Produktliste, auf der Detailseite und im Warenkorb – teils gepflegt im Shop-Backend, teils hart im Template. Für eine befristete Aktion bedeutet das:
- Theme-Dateien anfassen, testen und deployen – für eine Änderung, die in zehn Tagen wieder verschwindet.
- Ein Staging aufsetzen oder ohne Netz auf der Live-Seite arbeiten.
- Nach Aktionsende alles zurückbauen, ohne zwischenzeitliche Kundenänderungen zu überschreiben.
- Und das Ganze pro Kundenseite in einem anderen System.
Das Ergebnis kennt jede Agentur: Entweder die Aktion wird teuer, oder sie beschränkt sich auf ein Banner, das den Aktionspreis nur behauptet, ohne ihn zu zeigen.
Wie ein Preis-Override arbeitet
Ein Preis-Override setzt genau dort an: Statt das Template zu ändern, ersetzt das SDK die Preisangabe im gerenderten HTML – anhand einer vorher festgelegten Zuordnung, welches Element auf welcher Seite den Preis darstellt. Das Mapping legst du beim Einrichten einmal an; Graftkit unterstützt dich dabei über die Website-Erkennung.
- Script-Tag auf der Kundenseite ist bereits eingebaut – ein Mal, für alle Aktionen.
- Preis-Elemente zuordnen: Welche Stelle zeigt welchen Preis?
- Aktion mit neuem Preis und Zeitraum anlegen. Das Ablaufdatum ist Pflicht.
- Live schalten – nach Ablauf zeigt die Seite wieder den ursprünglichen Preis, ohne Rückbau.
Wofür sich das lohnt – und wofür nicht
Gut geeignet ist der Override für befristete Kampagnen auf bestehenden Seiten: Sale-Zeiträume, Aktionswochen, Sonderpreise auf einzelnen Landingpages, Preisstände für Messen oder saisonale Angebote. Also überall dort, wo sich ein Theme-Eingriff für ein paar Tage nicht rechnet.
Weniger geeignet ist er als Dauerlösung für die reguläre Preispflege. Wenn sich Preise ständig ändern, gehören sie ins Shop-System, nicht in eine Aktions-Ebene darüber. Und wenn eine Seite ihr Markup grundlegend umbaut, muss das Mapping neu gesetzt werden – dafür gibt es die Neu-Mapping-Hilfe, aber es passiert nicht von allein.
Für Agenturen: ein Vorgang statt fünf
Der praktische Unterschied liegt im Maßstab. Fünf Kundenseiten mit Aktionspreisen bedeuten normalerweise fünf Systeme, fünf Logins und fünf Rückbauten. Über ein zentrales Dashboard ist es ein Vorgang pro Kunde, mit einem sichtbaren Enddatum. Abgerechnet wird nach betreuten Websites – siehe Preise – damit du die Aktionsbetreuung sauber im Retainer weitergeben kannst.
Details zum Agentur-Setup stehen auf der Agentur-Seite.
Aktionen auf allen Kundenseiten steuern
Ein Script pro Kundenseite, Aktionen zentral im Dashboard, Ablaufdatum immer gesetzt. Graftkit ist in geschlossener Beta – frag deinen Zugang an.