Graftkit

Graftkit vs. Google Tag Manager

Banner über Google Tag Manager ausspielen – oder doch anders?

GTM kann Banner-HTML injizieren. Warum das für einzelne Kampagnen funktioniert und im Agenturbetrieb mit vielen Kundenseiten trotzdem an Grenzen stößt.

6 Min. Lesezeit

Der Google Tag Manager liegt auf vielen Kundenseiten ohnehin schon – und er kann HTML injizieren. Für ein einzelnes Banner ist das der schnellste Weg. Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern was es dich beim zehnten Kunden kostet.

Was mit GTM gut funktioniert

Ein Custom-HTML-Tag mit etwas Markup und CSS, ein Trigger auf bestimmten Seiten, veröffentlichen – fertig. Kein zusätzliches Werkzeug, keine weiteren Kosten, volle Kontrolle über das Markup. Wenn du technisch arbeitest und ein Banner brauchst, ist das völlig legitim.

Wo es im Agenturbetrieb kippt

  • Jede Aktion ist Handarbeit: HTML und CSS pro Kunde, ohne Editor und ohne Vorschau für den Kunden.
  • Kein echtes Ablaufdatum: Du kannst zwar auf Datum triggern, aber niemand entfernt das Tag – es bleibt liegen und wächst zum Altbestand an.
  • Keine Rollen für Kunden: Wer den Aktionstext ändern darf, bekommt Zugriff auf den Container – also auf das gesamte Tracking-Setup.
  • Keine übergreifende Übersicht: Jeder Container ist eine Insel; du siehst nirgends, was gerade auf allen Kundenseiten läuft.
  • Consent-Fragen und Veröffentlichungsprozesse hängen mit drin – ein Banner-Deploy wird zum Tracking-Deploy.

Der Punkt mit den Rollen ist im Alltag der härteste. Entweder du machst jede Textänderung selbst, oder du gibst den Container heraus. Beides ist keine gute Antwort.

Gegenüberstellung von Graftkit und Google Tag Manager
KriteriumGraftkitGoogle Tag Manager
KostenAbo nach betreuten WebsitesKostenlos in der Standardvariante
Aktion anlegenIm Dashboard: Text, Platzierung, ZeitraumCustom-HTML-Tag von Hand schreiben
AblaufdatumPflichtfeld, Aktion endet automatischTrigger-Bedingung; das Tag selbst bleibt bestehen
Übersicht über alle KundenseitenZentrales DashboardEin Container pro Website
KundenzugriffAbgegrenzte Kundenrollen pro WebsiteContainerzugriff – alles oder nichts
Preis-OverrideVorgesehener Anwendungsfall mit Element-MappingNur als selbst gebautes Skript
AuslieferungSigniertes Payload, deterministische Auswertung im BrowserBeliebiges Skript im Container
Flexibilität für SonderfälleAuf Aktionen begrenztPraktisch unbegrenzt – es ist dein Code

Die pragmatische Aufteilung

In vielen Agenturen ist die saubere Trennung: GTM bleibt für Tracking und technische Sonderfälle, wiederkehrende Aktionen laufen über ein eigenes Werkzeug. Damit wird der Container nicht zur Ablage für halb vergessenes Kampagnen-HTML – und Aktionen bekommen ein Ende, das nicht am Gedächtnis hängt.

Wie das Agentur-Setup aussieht, steht auf der Agentur-Seite; die Abrechnung nach betreuten Websites unter Preise. Ausführlicher zum Thema: Website-Banner ohne Plugin.

Aktionen auf allen Kundenseiten steuern

Ein Script pro Kundenseite, Aktionen zentral im Dashboard, Ablaufdatum immer gesetzt. Graftkit ist in geschlossener Beta – frag deinen Zugang an.